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Dies ist die Fortsetzung von Brüssel >>klick<<. Eigentlich war der Plan noch etwas von Brüssel anzuschauen, vielleicht auch noch mal zum Atomium zu fahren. Angesichts der abermals vorhergesagten 37° Celsius ändere ich aber den Plan. Nach dem Ausschlafen möchte ich sofort weiter nach Lüttich fahren und mein Freund hatte noch ein paar Tage Railpass Benelux vor sich. Dafür hätte er sich auch kälteres Wetter gewünscht. Am Bahnhof Brüssel Midi trennen sich unsere Wege.

Mit einem IC geht es mit funktionierender Klimaanlage ohne Umstieg nach Lüttich. Einzig die Pfadfindergruppe im Wagen nervt. Ich bin aber zu faul, den Platz zu wechseln. In Lüttich ist es nicht weniger warm. Der Bahnhof Liege-Guillemins mag zwar architektonisch sehr schön aussehen aber bei diesem Wetter fühlt es sich an wie im Gewächshaus.

Mein Hotel liegt am Bahnhof Palais und deshalb warte ich noch auf einen Regionalzug. Der hat keine Klimaanlage aber zum Glück offene Fenster. Nach einem kurzen Fußweg erreiche ich das Crowne Plaza Lüttich. Das beste Feature des Zimmers ist die Klimaanlage. Die stelle ich auf 20° Celsius und mache den restlichen Tag das, wozu ich auf den Kanaren keine Zeit hatte: nichts tun und schlafen. Dafür bin ich zwar eigentlich nicht nach Lüttich gefahren aber ich hatte keine Lust draußen rumzulaufen.

Gegen 19 Uhr meldete sich dann langsam der Bauch, ich hatte Hunger. Also suchte ich im Internet noch einmal nach Fritten und wurde auch in der Nähe fündig. Mit untergehender Sonne wurde es auch langsam etwas kühler und die Temperatur näherte sich der 30°C von oben an. Zum Glück ging es zunächst bergab Richtung Fluss. 

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Mit den Fritten setzte ich mich auf eine Bank ans Ufer. Die andere Flussseite wäre zwar schöner gewesen aber bis dort wollte ich mit dem Essen nicht hin. Die große Portion war heute doch zu viel. Geschmacklich stach auch sehr das Fett hervor. Als ich das Essen beendet habe, schaue ich mir noch ein wenig weiter Lüttich an. Es gibt überall Schautafeln, welche auf Sehenswürdigkeiten hinweisen.

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Ich starte mit der Insel in der Stadtmitte und laufe später noch zur Kathedrale. So ganz kann mich Lüttich an diesem Tag nicht überzeugen. Ich weiß aber nicht, ob es dran liegt, dass ich vielleicht noch lieber auf den Kanaren wäre und nicht in dieser Affenhitze in Belgien.

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Da ich schon den ganzen Tag für den Hotelpool zu faul war, muss ich da jetzt wenigstens noch schnell hin, bevor der um 22 Uhr zu macht. Die Luft ist nicht sehr einladend aber ich drehe trotzdem schnell ein paar Runden bevor ich aus dem Wasser geschmissen werde. Mich wundert es ja schon, dass ich trotzdem halben Tag im Bett liegen nachts trotzdem ganz gut schlafen kann. Lag vielleicht an dem Gute-Nacht-Bier.

Da Lüttich noch ein wenig mehr zu bieten hat als ich bisher gesehen habe, möchte ich dafür noch die kühlen Morgenstunden am nächsten Tag nutzen. Man muss es nicht übertreiben, aber um 7 Uhr los ist dann schon ok. Selbst da ist es aber schon oder noch recht warm.

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Als erstes steht noch die Bauern Treppe, Montagne Bueren, an. Die hat 374 Stufen und soll sehr sehenswert sein. Tja, die Stufenanzahl kann gefühlt sicher hinkommen, aber sehenswert? Es ist ein Treppe mit ein paar Häusern daneben. Wer sie verpasst, verpasst nicht wirklich was. Selbst der Ausblick von oben ist jetzt nicht weltbewegend. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich nicht bei Hitze dort hoch gequält habe.

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Über einen Schlenker geht es wieder hinab. Danach arbeite ich die restlichen Punkte der Sehenswürdigkeitentafel für diese Flussseite ab. Mein Bild von Lüttich hat sich auch heute nicht groß gewandelt. Empfehlen würde ich die Stadt nicht.

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Um 9 Uhr bin ich zurück im Hotel, um mich am Frühstücksbuffet zu stärken. Die Temperatur lag inzwischen auch schon wieder bei 30°C. Vollgegessen setzte ich das Nichtstun-Programm bei angenehmen 20°C Raumtemperatur fort. Kurz vor 14 Uhr musste ich dann leider wieder in die Hitze. Ich checkte aus und machte mich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Dort angekommen war ich schon wieder schweißgebadet. Zunächst ging es wieder zum Bahnhof Guillemins und nach etwas Aufenthalt weiter zum Flughafen.

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Zum Glück hatte ich nicht die knappe Verbindung gewählt, die der Verkehrsverbund dort vorschlägt, die Busse fahren alle verteilt und zwischen Ankunft und Abfahrt liegen mehrere Hundert Meter. Wer sich abkühlen wollte, konnte die Sprayanlage am Bahnhof nutzen. Der Bus zum Flughafen hat auch keine Klimaanlage. Die Fahrt ist aber nur kurz.

Der Flughafen von Lüttich ist recht übersichtlich. Im Terminal ist nichts los. Das mag vorher noch anders gewesen sein, da gerade mehrere Urlaubsmaschinen abfliegen. Ich gebe am Schalter mein Gepäck für den Flug nach München auf, beim Onlinecheckin hatte ich mir schon einen Fensterplatz gesichert. Danach geht es durch die Sicherheitskontrolle. Sofort drankommen ist immer schön. Mit Blick auf das Vorfeld warte ich auf die ankommende bmi regional Maschine.

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Es ist zum Glück diesmal nicht die G-RJXK sondern die XP, somit eine neue ERJ 135 für mich. Es wäre mir aber lieber gewesen, wenn sie die 135 gegen 145 getauscht hätten, da bmi da hauptsächlich einen Subtyp betreibt, der mir noch fehlt. Die Maschine hat eine sehr großzügige Bodenzeit in Lüttich. Pünktlich beginnt das Boarding und zu Fuß geht es zum Flugzeug durch die Hitze.

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Zum Glück ist die Maschine in der Stunde am Boden nicht aufgeheizt. Der Flug ist mit 9 Passagieren nicht sehr gut gebucht. Der ankommende Flug hatte auch nur 9 Passagiere an Bord. Pünktlich rollen wir zur Startbahn. Ich hatte mir eigentlich vor der Sitzplatzwahl die Hauptabflugrichtung bei Flightradar24 angeschaut und bei den Flügen, die vor uns abgeflogen waren, stimmte sie auch noch. Wir rollen leider ans andere Ende der Bahn. Somit gibt es beim Abflug keinen Blick auf das Flughafengebäude. Schade.

Nach Erreichen der Reiseflughöhe beginnt der Service. Es gibt ein belegtes Brötchen mit Käse oder eine Laugenstange mit Wurst. Somit komme ich doch noch zur bei Condor vermissten Laugenstange. Dazu gibt es ein Bier, mein erstes Becks über den Wolken. Die Bierauswahl könnte schlimmer ausfallen, Heineken oder Warsteiner. An Frankfurt vorbei geht es Richtung München, wo wir überpünktlich landen.

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Mit dem Bus geht es ins Terminal. Fast alle Passagiere haben Anschlussflüge. Mit mir bleibt nur eine weitere Person in München. Auf unser Gepäck können wir lange warten. Immerhin kam meins als erstes. Haha. Eigentlich wollte ich dann noch schnell beim Edeka etwas einkaufen bevor der Bus nach Freising abfuhr, aber die Kassenkonstruktion ist so bescheuert, dass die Schlange durch den halben Laden ging und so musste Edeka auf meinen Umsatz verzichten.

In Freising gab es dann das übliche Spiel, dass der Zug aus München zu spät ankam und ich in Landshut den Anschluss nach Regensburg verpasste. Der nächste war dann so da, dass ich in eine Taktlücke beim Bus gerate und nochmal ewig warten konnte. Also habe ich wieder über 3 Stunden vom Flughafen gebraucht. Und weil Bahnfahren so schön ist, sollte es am nächsten Tag dann mit dem ICE von Regensburg über Nürnberg, Naumburg, Leipzig, Berlin und Hannover nach Hause gehen.

Auf die DB ist nun mal Verlass, dass sie so eine Verbindung garantiert nicht verspätungsfrei anbieten können. Bis kurz vor Naumburg sah alles prima aus, dann gab es leider einen technischen Defekt am ICE 1508 und wir mussten nach Apolda fahren und dort den Zug wenden. Damit war dann der Anschluss mit ICE 1549 nach Leipzig weg. Ich saß zwar im ICE nach Berlin aber wollte schon gerne nach Leipzig. Also durfte ich dann von Halle mit der S Bahn nach Leipzig und dann wie geplant mit dem ICE 1708 nach Berlin weiter zufahren.

Immerhin funktionierten die Klimaanlagen trotz Hitze. Nur bei einem Zugteil waren 3 der 5 Wagen gesperrt. In Berlin ist noch kurz Zeit für die DB Lounge. Dort sehe ich, dass mein ICE 842/832 nach Hannover 15 Minuten Verspätung haben soll, aber der ICE von einer Stunde davor 60 Minuten Verspätung hat. Ich schaue mal, ob ich den verspäteten ICE nehme. Sind mir aber zu viele Leute, die dort einsteigen.

Bei den 15 Minuten von meinem ICE bleibt es natürlich nicht und es sind fast 30 am Ende. Damit ist mein Anschluss zum ICE 582 in Hannover sicher weg. Ich überlege noch kurz in Spandau auszusteigen und auf den nächsten ICE 1720 direkt nach Hamburg zu warten aber lasse es zum Glück doch sein. Durch Unwetter hat der Zug später auch 3 Stunden Verspätung. Ich komme ja immerhin noch bis Hannover.

Nächstes Problem ist inzwischen eine Streckensperrung zwischen Lüneburg und Winsen. Die Züge werden über Rotenburg/Wümme umgeleitet und fahren länger. Der nächste ICE nach Hamburg ist der 1182 und der ist eh schon verspätet. Es ist ein ICE 2 der in Doppeltraktion aus München kommt und in Hannover getrennt wird. Ein Teil fährt dann nach Hamburg, so die Theorie. Leider lassen sich die Zugteile nicht trennen, es kommt sehr häufig vor, dass beim Kuppeln irgendwas nicht geht oder der Zug dann gar nicht mehr weiterfahren kann. Es dauert und dauert.

Inzwischen fährt der nächste Zug, ICE 1172, nach Hamburg ein. Nach Hamburg besteht nur ein Stundentakt. Also wechseln nun alle in diesen ICE und endlich geht es weiter nach Hamburg. Nur eben nicht via Uelzen sondern wegen der Streckensperrung mit Umleitung. Gegen 1 Uhr reiche ich dann Hamburg Hbf. Bis dort muss ich fahren, weil in Harburg zu dieser Zeit niemand mehr an der DB Information ist, aber ich ein Taxi brauche. Selbst wenn man mit dem CityTicket eine Bahnanschlussfahrt verpasst, gelten die Fahrgastrechte. Das ist ganz praktisch.

Die Organisation von Taxis klappt in Hamburg auch immer super. Es stehen ausreichend Fahrer bereit und dann werden kleine Grüppchen gesammelt. Und ab geht es. Um 1.30 Uhr bin ich schon zuhause. Man wird ja praktischerweise direkt an der Haustür abgesetzt. So schnell wäre ich mit dem Zug nicht gewesen und für 14,25 Euro mit dem Sparpreis Aktion hat man doch viel erlebt. Davon gab es dann ja auch noch die Hälfte zurück. Damit gehen vielseitige 2 Wochen Urlaub zu Ende und ich freue mich auf den nächsten Urlaub auf den Kanaren. Dann ist wohl endlich mal El Hierro fällig. Und dazu wieder mal bestätigt bekommen, die Bahn kann im Jahr 2015 kein pünktlich.

Bilder von Lüttich sind hier >>klick<< zu sehen.