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Nachdem in diesem Jahr mein Fliegerleben eher langweilig sein wird, wollte ich mir doch nochmal etwas Exotisches gönnen. Mit Austrian Airlines sollte es in der Business Class von Wien nach Jerewan gehen, Zubringer mit Lufthansa Hamburg-Wien allerdings in der Economy Class. Das ganze recht kurzfristig Mitte Februar für 29.2. bis 3.3. gebucht. Wie so oft im Osten sind auch in Jerewan die Hotels ziemlich überteuert, nach langem Suchen fand ich dann aber doch was Passendes.

Am Freitagvormittag ging es dann mit der Bahn Richtung Hamburger Flughafen. Auf dem Weg dorthin erfuhr ich noch von meiner Mutter beim Telefonieren, dass in Jerewan Anhänger der Opposition seit Tagen friedlich in der Stadt protestieren, ich meinte nur dazu, da könne ich ja mitmachen. Am Flughafen für LH 3592 Hamburg-Wien, Abflug 13 irgendwas, eingecheckt und danach gleich durch die Sicherheitskontrolle ab zum Gate und dort erstmal gefrühstückt.

Die Boeing 737-300 „Plauen“ war pünktlich zum Abflug bereit. Ich war besonders auf den Service gespannt, da ich bisher nur airberlin und Austrian/ Tyrolean von dieser Strecke kenne. Naja Lufthansa reiht sich hier mit den 2 Keksen auf Platz 3 ein, Austrian liegt mit ihren leckeren Snackboxen ganz klar auf Platz 1. Pünktlich in Wien angekommen, zunächst das Gepäck erwartet, danach runter zum Billa und Reiseproviant gekauft.
 
Dann zum Business Class Checkin-Schalter für den Flug OS 641 Wien-Jerewan eingecheckt. Ich bekam den vorher reservierten Platz 3A. Nun hatte ich noch ewig Zeit bis zum Abflug um 22:25 Uhr, große Lust in die Stadt zu fahren hatte ich nicht, zumal ich erst am Montag dort war, also verbrachte ich die restliche Zeit in der Lounge. War schon mal ganz angenehm in dieser Atmosphäre auf den Abflug zu warten, es gab reichlich Auswahl an Getränken und lecker Snacks, eine große Auswahl an Magazinen und Zeitschriften. Irgendwie ging die Zeit fix rum und ich verließ die Lounge im Zentralbereich um durch die Passkontrolle zu gehen, danach warf ich noch einen Blick in die andere Lounge bei den A-Gates, allerdings gefiel es mir hier nicht sonderlich. Also gleich weiter zum Gate, dort die Sicherheitskontrolle über mich gebracht und auf den Abflug gewartet. Viele Passagiere wollten heute nicht nach Jerewan fliegen, so war das Boarding schnell beendet, ich stieg mit zum Schluss ein und freute mich schon auf meinen ersten C/Cl Flug.
 
An Bord des A320 "Wörthersee" freundlich von der Purserin empfangen, Jacke abnehmen lassen und danach gabs dann schon mal die Menükarte, Kopfhörer, Amenitykit und ein paar zusätzliche Magazine. Die Auslastung der Business Class lag bei 2 von 28, der andere Pax schlief allerdings die ganze Zeit, sodass ich der einzige Gast war, der etwas Aufmerksamkeit forderte. Die Zeit bis zum Pushback nutzte ich noch um ein paar Postkarten zu schreiben. Mit ein paar Minuten Delay ging es dann in den nächtlichen Himmel über Österreich. Als erstes gab es dann nach dem Start ein heißes Tuch, kurz darauf als Einstimmung auf die bevorstehende Reise ein Sekt dazu eine Tüte Minibrezeln. Darauf folgte das Amuse Gueule, drei kleine Schnittchen belegt mit Lachs, Mozzarella und Hühnchenbrust. Sehr lecker!
 
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Für das Hauptgericht wählte ich gebackenen Kabeljau, dazu gab es Krevettensalat sowie eine kleine Auswahl Käse und warme Brötchen. War schon wirklich schmackhaft, wobei ich vom Salat nur die Garnelen gegessen hab, einzig die Form und Größe der Schälchen hat etwas gestört, da der Fisch zunächst in der Luft schwebte und sich so schlecht zerteilen ließ.
 
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Zum Abschluss folgte das Dessert, ein Bananennougattörtchen wozu ich Tee nahm. Da ich eigentlich nicht so sehr auf Süßspeisen stehe, aß ich es nur auf, weil es eigentlich zu schade war.
 
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Getränke wurden zwischen durch immer wieder angeboten, doch mehr als trinken kann man wirklich nicht, sodass ich fast immer ablehnte, aber so hatte ich das Gefühl, dass man sich wirklich um mein Wohl kümmert. Fand es auch recht angenehm, dass die PU schon ein Tick älter war. Später wurde noch der Visumantrag verteilt und zu meiner Überraschung wurde der Kugelschreiber schneller dazu gereicht als ich mich zu meiner Tasche bücken konnte. Die 3 Stunden Flug gingen so schnell vorbei und überpünktlich landeten wir in Jerewan.

Über die Fluggastbrücke ging es ins Terminal, welche erst im letzten Jahr eröffnet wurde, wirklich sehr modern und schön. Ich musste zunächst erstmal Geld fürs Visum und Taxi tauschen, ging sehr schnell. Dann an den Visumantragsschalter, auch hier musste ich nicht warten, für knapp 35 Euro bekam ich dann ein 120 Tage Visum ausgestellt. Damit dann zur Passkontrolle, hier kam ich auch sofort dran, fast der Beamte musste erstmal geweckt werden. Mein Koffer erwartete mich schon kreisend auf dem Gepäckband. Vorm Verlassen des Sicherheitsbereiches wird nochmal kontrolliert, ob man auch den richtigen Koffer mitgenommen hat.

Kaum aus dem Sicherheitsbereich draußen, auch schon gleich angesprochen ob man ein Taxi benötigt, da ich um diese Uhrzeit, 5 Uhr morgens, keine große Lust auf Taxisuche hatte, sagte ich gleich mal "Ja". Der geforderte Preis, 10.000 Dram, zauberte mir ein müdes Lächeln aufs Gesicht, am Ende war der Preis auf 4.500 Dram runtergehandelt. Immer noch recht teuer aber ich wollte nur noch ins Bett. Ich wurde zu einem Privatwagen geführt, einem Lada, sah von außen ganz ok aus. Drinnen stank es erbärmlich nach Duftbaum und die voll aufgedrehte Heizung machte es nicht besser. So sorgte nicht nur die Fahrweise für Übelkeit, ich hab echt gedacht, das war es mit meinem Leben. Auf dem Weg in die Stadt dachte ich echt, ich hab Halluzinationen, links und rechts der Straße gab es es jede Menge Kasinos und Spielhöllen mit sehr viel bunten Lichtern und blinkenden Sternchen. In Jerewan angekommen, stellte sich raus, dass der Fahrer keine Ahnung hatte, wo sich das Aviatrans Hotel befand, so wurde zunächst ein Taxifahrer und später noch jemand im Golden Tulip Hotel gefragt. Nach gut 20 Minuten und ziemlich viel Angstschweiß standen wir endlich vorm Hotel. Ich bezahlte die 4.500 Dram und wurde etwas schief angeschaut, er hatte doch 5.000 erwartet.
 
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Dann auf ins Hotel und zur Rezeption, auf Grund der frühen Checkin Zeit hätte ich eigentlich die Nacht auch noch voll bezahlen müssen, nach längerem Hinundher kam das Angebot nur die halbe Nacht zu zahlen, das war ok für mich. Rauf mit dem Aufzug in den vierten Stock und zum Zimmer, Tür auf, und ein beißender undefinierbarer Geruch stieg mir in die Nase, es brannte regelrecht. Ich wollte lüften doch mir kam gleich das ganze Fenster entgegen, da eines der zwei Scharniere abgerissen war. Ich bekam es danach auch nicht mehr wirklich zu, hatte so Zwangslüftung und noch mehr Lärm im Zimmer.
 
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Das zweite Fenster ging ohne Probleme auf aber es stank draußen auch und somit entschloss ich mich doch nicht weiter zu lüften. Ach das Deckenlicht ging auch nicht. Jetzt wollte ich nur noch Schlafen und kniete mich aufs Bett, ach du ..., das Bett gab kaum nach und war steinhart, ich hätte schreien können. Dabei hatte ich mich so aufs Schlafen gefreut. Naja hab mich dann hingelegt aber nicht wirklich in den Schlaf gefunden, das harte Bett, der beißende Geruch in der Nase und langsam aber sicher die Helligkeit, dagegen half wenigstens die Schlafmaske aus dem Flieger.

Knapp 90 Minuten später, ich dämmerte so vor mich hin, gab es auf der Straße einen riesen Lärm, ich wusste zuerst gar nicht was los war, beschloss dann doch mal ans Fenster zu gehen und zu gucken, was ich sah, passte eher in einen Nachrichtenbeitrag als in mein Wochenende Sightseeing in Jerewan. Hunderte vermummte Menschen, die meisten in schwarz gekleidet, rannten schreiend und randalierend die Straße entlang, man hörte Glas zerbersten und Metall klirren. Ein Teil der Masse müssen Polizisten gewesen sein, da sie Schutzschilde trugen. Nach wenigen Minuten war Ruhe.
 
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Ich konnte in diesem Moment die Lage gar nicht richtig einordnen, hatte einfach nur ein mulmiges Gefühl. Dennoch konnte ich bis mittags weiter schlafen. Dann guckte ich im Internet nach Nachrichten zu Jerewan. So erfuhr ich, dass die Polizei am frühen Morgen die Demonstration der Opposition gewaltsam aufgelöst hatte, diese dennoch nicht aufgeben würden.
 
Etwas verunsichert wagte ich mich darauf hinaus auf die Straße und guckte mir etwas die Gegend an, Jerewan ist nicht sehr groß und so hat man schnell einen großen Teil gesehen. Allerdings ist die Stadt bei weitem keine Schönheit, es gibt zwar einige schöne Gebäude aber der größte Teil der Stadt sieht schäbig aus. Die Luft ist auch nicht sonderlich rein.
 
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Trotz des morgendlichen Ereignisses schien das Leben in der Stadt seinen normalen Lauf zu nehmen, einzig vor dem Regierungsgebäude am Platz der Republik sah man Soldaten stehen. Ich genoss noch ein wenig die Sonne und legte mich am Abend schon wieder früh ins Bett schlafen, da ich schon die ganze Woche vorher unterwegs war und wenig Schlaf bekommen hab.

Gegen 22 Uhr wachte ich auf, in der Ferne hörte man Menschen rufen, kurz darauf fielen auch einige Schüsse, danach war Ruhe. Ich dachte nur noch, wo bist du diesmal nur hingeraten, dass hast du nun von deiner Reiselust. Bis zum Morgen schlief ich unruhig weiter. Kurz nach 8 Uhr wollte ich dann zum Frühstück mit dem Aufzug, ich stieg ein, drückte den Knopf, die Tür ging zu, das Licht ging aus, der Aufzug bewegte sich kein Stück. Das hatte mir noch zu meinem Glück gefehlt, schon am Vortag ging während der Fahrt immer wieder mal das Licht aus. Zum Glück kam ich nach Drücken der Taste des aktuellen Stockwerks wieder aus dem Aufzug, aber ab nun an, lief ich die Treppe. Nun gönnte ich mir dann ein ausgiebiges Frühstück, wohl das beste am ganzen Hotel.

Danach informierte ich mich wieder im Internet, was in der vergangenen Nacht passiert war. Es stellte sich heraus, dass es 8 Tote und 30 Verletzte gegeben hat, als Polizei und Demonstranten aufeinander getroffen sind. Außerdem ist es zu Plünderungen und Verwüstung von Geschäften sowie zum Anzünden von Fahrzeugen gekommen. Daraufhin habe der Präsident den Notstand ausgerufen. Später sah ich hierzu auch bei BBC World Bilder, schon erschreckend, wenn sowas nur ein paar hundert Meter weiter weg passiert.

Den Tag wollte ich allerdings noch dazu nutzen, einen weiteren Teil von Jerewan zu sehen, heute am Sonntag war nicht ganz so viel auf der Straße los. Erstaunlich, viele Geschäfte haben auch am Sonntag den ganzen Tag geöffnet. Unterwegs kaufte ich dann noch armenischen Ararat Brandy, für das Preisniveau dort ist der ziemlich teuer. Auf dem Rückweg kam ich dann durch Zufall an genau der Straßenecke vorbei, die ich am Vormittag im Fernsehen gesehen hab, wo in der Nacht die Meute am schlimmsten gewütet hat.
 
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Zurück im Hotel wollte ich schon mal bezahlen, statt der 2,5 Nächte sollte ich nun allerdings 3 zahlen, aber da man mir ja schon zugesagt hatte, brauchte ich dann doch nur 2,5 zahlen, da man ja mit meiner Firma eine Vereinbarung hätte, ähm ja, meine Firma. Dann brauchte ich noch ein Taxi für die Rückfahrt zum Flughafen, bat die Rezeption darum, man könnte mir eines bestellen aber das Taxi würde 8.000 Dram kosten, da man exklusiv mit einem Taxiunternehmen ein Abkommen hätte. Auf meinen erstaunten Einwand über den Preis, erhielt ich die Antwort, ich könnte ja alleine ein anderes Taxi anrufen, das würde wohl billiger werden. Da ich noch andere Taxinummer dabei hatte, bat ich darum eine der anderen anzurufen, man machte eine Ausnahme und so bekam ich mein Taxi für 2.000 Dram. Ach einen Weckruf für 2:30 Uhr bestellte ich auch noch.

Auch heute wollte ich nochmal früher ins Bett, so legte ich mich nach dem Kofferpacken gegen 21 Uhr hin. Nach gut 3 Stunden war ich aber schon wieder wach und versuchte auch gar nicht mehr zu schlafen, stattdessen belagerte ich noch ein wenig den Computer in der Hotellobby. Kurz vor 2:30 Uhr verschwand ich wieder aufs Zimmer, den Weckanruf könnte ich wahrscheinlich heute noch erwarten, dann den Koffer die Treppe runter geschleppt und ausgecheckt. Pünktlich um 3 Uhr war das Taxi da, diesmal ein richtiges, ein Skoda Octavia.

Die Stadt war wie ausgestorben, es ging die 100 Meter zum Platz der Republik, hier standen vielleicht ein dutzend Panzer aufgereiht, dann sollte es südlich aus der Stadt gehen, allerdings ließ uns das Militär hier nicht passieren. So mussten wir umdrehen und eine andere Strecke nehmen, diese kam mir wieder sehr bekannt vor. Zwar waren die Autowracks inzwischen beseitigt aber die Geschäfte links und rechts der Straße hatten noch kaputte Scheiben und zertrümmerte Inneneinrichtung. Es war gespenstisch und ich hätte 24 Stunden vorher hier nicht sein wollen. Ich war froh als wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, erneut ging es durch "Las Vegas" wie es der Taxifahrer schmunzelnd nannte. Wahnsinn, ich frage mich, wer hier alles zum Spielen herkommt.

Am Flughafen angekommen, stellte ich fest, dass der Checkinbereich noch im alten Terminal ist, hier roch es ziemlich nach Urin. Gleich den Austrian Checkin Schalter aufgesucht, ich wusste zwar, dass ich noch 10.000 Dram Departure Tax zahlen musste, aber mir fiel nicht mehr ein Wo. Wurde mir dann ja am Checkin gesagt und dass ich ein C/Cl Tix hatte, hatte wohl den Vorteil, dass ich nicht komplett mit meinem Gelumpe zum Bezahlen musste sondern der Checkinvorgang schon weiterbearbeitet werden konnte, es dauert hier alles ein wenig länger. An einem Bankschalter kann man Geld gegen Bestätigung tauschen, damit zurück zum Checkin. Der Wunsch, mein Gepäck gleich bis Hamburg durchzuchecken, konnte nach Rücksprache mit der Supervisor, auch erfüllt werden. Allerdings versucht man mich dabei gleich einzuchecken, was ich schon im Internet getan hatte, dies sollte später in Wien zu Irritationen führen, da ich zweimal im System stand. Obwohl ich auch auf diesem Flug eigentlich 3A reserviert bekommen hatte, musste ich feststellen, dass ich 3C bekommen hab. Also nochmal zurück und 3A war nicht zu vergeben, na gut 2A war auch ok. Ich ahnte allerdings schon, dass auf 3A niemand sitzen wird sondern sich das System irgendwie verschluckt hatte, so war es dann auch. Eigentlich ganz gut, am Checkin muss man Fingerabdrücke lassen, welche dann später beim Boarding abgeglichen werden.

Als ich dann durch die Bordkartenkontrolle wollte, wurde ich erstmal festgehalten und musste dann zur Gepäcknachkontrolle. Irgendwie schon peinlich als mein Kofferinhalt durchsucht wurde, neben einer Flasche Brandy hatte ich noch eine Flasche Wasser und eine Flasche Cola im Koffer, dazu ein Rolle Chips, ein Akkuladegerät plus Netzteil. Diese Kombination muss wohl recht verdächtig ausgesehen haben, vor allem, weil es nur ein kleiner Trolley war. Ein weiterer Passagier bei der Kontrolle hatte allerdings dutzende Flaschen mit irgendwas drin und einen 5 Literkanister im Koffer. Da war ich ja noch harmlos. Zurück zur Bordkartenkontrolle und dann durch die Sicherheitskontrolle, auch hier war man wieder sehr gründlich und meine Schuhe wurden auch noch durchleuchtet, die Passkontrolle machte ebenfalls den Anschein sehr gründlich zu sein. Insgesamt wurde ich noch nirgends so sehr kontrolliert wie hier in Jerewan. Im Dutyfree, durch den man zwangsweise durch muss, noch ein paar Zigaretten gekauft und dann im neuen Terminal, welches echt auch hier im Abflugbereich sehr schick ist, aufs Boarding gewartet.
 
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Die George Harrison, eine Boeing 737-800, kam leicht verspätet aus Wien an, trotzdem sollte es fast pünktlich Richtung Wien gehen. Die Auslastung der C/Cl lag diesmal bei 2/12, Economy war aber doch recht gut gebucht. Insgesamt fand ich die Aufmerksamkeit der Crew auf dem Rückflug nicht so wirklich toll.
 
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Nach dem Start gab es zunächst wieder ein heißes Tuch und darauf kommentarlos Orangensaft und/oder Wasser gereicht. Anschließend folgte das Frühstück, es bestand aus Rührei auf Tomaten und Schinken, das waren die warmen Komponenten. Dann Obstsalat und Müsli, Marmelade und dazu kalte und heiße Gebäckteilchen dazu trank ich Tee, eventuell hätte man hier schon mal früher fragen können, ob es noch etwas sein darf. Wirklich gut war das Essen nicht aber halt Flugzeugfrühstück.
 
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Nach dem Abräumen gab es dann die Amenitykits. Ich versuchte ein wenig zu schlafen, gelang mir nicht wirklich. Kurz vor der Landung in Wien, allerdings eher durch Zufall, da jemand in der Economy Class das Knöpfchen drückte bzw. zweimal drückte und beim zweiten Mal die PU vorne hinterm Vorhang hervorschaute, ob denn jemand in der Biz etwas wollte, und nachdem sie schon fast wieder zurück in der Galley war, fragte sie dann doch noch ob man vielleicht noch was trinken wolle. Vorher kam sie wohl nicht auf die Idee, da das Gespräch mit der Kollegin spannender schien, leider konnte man auf 2A keine genauen Details verstehen. Immerhin bekam ich meine Cola dann mit Eiswürfel, da hätte ich um 6 Uhr früh allerdings drauf verzichten können. In Wien landeten wir pünktlich.
 
Im Transitbereich begab ich mich dann an den Austrian Serviceschalter und wollte meine Bordkarte für den Flug nach Hamburg abholen, außerdem war es der Versuch wert, früher fliegen zu können, wobei der Versuch mit einem E-Klasse Ticket schon utopisch war, zumindest wenn man nichts dazuzahlen möchte. So saß ich noch etliche Stunden am Flughafen ab, zum Mittag gab es eine Leberkäsesemmel von Billa, sehr lecker. Irgendwann hatte dann auch das Warten ein Ende und die "Erding" eine Boeing 737-500 brachte mich als LH 3593 zurück nach Hamburg. Catering diesmal eine Tafel Milka Schokolade.
 
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Aber immerhin konnte ich in der warmen Sonne wunderbar den Flug verschlafen. Auch diesmal fiel mir auf, dass die Lufthansa Maschine recht leer war, kein Wunder, dass ab Sommer nur noch Cityline diese Strecke mit CRJ bedient. In Hamburg hatte ich Glück und mein Gepäck kam mit als erstes, somit konnte ich noch den Bus und Zug bekommen und war 18:30 wieder zu hause. Ich freute mich schon tierisch auf ein weiches und warmes Bett.
 
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