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Dies ist die Fortsetzung von Lanzarote >>klick<<. Nach einem schnellen Frühstück ging es dann am nächsten Morgen zwei Stunden vor Abflug Richtung Flughafen. Wir gaben den Wagen ohne Beanstandung ab und suchten den Checkin-Schalter. Einen Onlinecheckin gibt es bei Jetairfly nur bei einigen Abflughäfen im Ausland, Lanzarote gehörte nicht dazu. Da wir aber sowieso nicht das Geld für einen Wunschplatz zahlen wollten, war das im Prinzip auch egal.

Viel los war auch nicht mehr. 189 Passagiere waren für den Flug ja eh nicht zu erwarten, da es ein Dreiecksflug von Brüssel über Lanzarote nach Fuerteventura war. Es gab für uns sogar die PlätzeAB, leider genau die Reihe in der Boeing 737-800, die kein Fenster hat, das merkte ich leider erst an Bord. Für den kurzen Hüpfer nach Fuerteventura erwartete ich aber freie Platzwahl, wenn ich schnell genug war, konnte ich da immerhin einen guten Platz bekommen.

Da um 10 Uhr morgens noch nicht der große Betrieb am Flughafen herrscht, war auch die Sicherheitskontrolle schnell erledigt. Der Wartebereich ist inzwischen komplett umgebaut und primär auf Zusatzerlöse generieren ausgerichtet. Früher hatte man quasi über die gesamte Terminallänge eine Fensterfront, nun sind dort hauptsächlich Shops und Speisemöglichkeiten untergebracht. Sehr schade. Immerhin gib es am nördlichen Ende noch eine offene Raucherterrasse, von der man natürlich auch Ausblick hat. Ich hatte im Hotel schon geschaut, welche Maschine unterwegs ist. Es war die OO-JAF mit dem Namen Smile.

Ich hatte Glück und sie hatte zwar noch nicht neue TUI Bemalung aber immerhin Split Scimitar Winglets. Also eine Premiere für mich. Jetairfly kannte ich natürlich auch noch nicht. Schlimmer als Avion Express auf dem Hinweg konnte es aber kaum werden. Die Maschine landete pünktlich aus Brüssel. Nachdem die Passagiere mit Ziel Lanzarote ausgestiegen waren, ging auch schon das Einsteigen los.

Wie immer bei solchen Dreiecksflügen etwas unkoordiniert. Es wurde natürlich nicht gesagt, dass man seinen Platz erst ab Fuerteventura hat. Erst an Bord wurde dann einigen Passagieren gesagt, dass sie sich irgendwo hinsetzen sollen. Die es nicht mitbekommen haben, wundern sich warum ihr Platz belegt ist. Da habe ich in der Vergangenheit aber schon größere Dramen erlebt, dass es manche nicht verstehen wollten, dass sie die ersten 20 Minuten auf einem anderen Platz sitzen müssen. Ich hatte mir einen F Platz gesichert, damit ich nach dem Start erst einmal Arrecife sehe und später beim Eindrehen Richtung Fuerteventura dann auf Lanzarote.

Das hätte auch schief gehen können, weil die nächste Woche die Maschine aufs Meer hinaus gestartet ist und nicht Richtung Inland. Immerhin wäre das ein seltener Start gewesen, den ich bisher nur einmal mit Condor nach Hamburg oder Hannover erlebt habe. Nach Hamburg scheint es mit dem Airbus 320 fast normal zu sein, wenn der vollgetankt ist, ist er sonst zu schwer um schnell genug über die “Berge” zu steigen. Das hatte ich ja den einen Tag auch beim Spotten erlebt, dass Hamburg als einziger Flug anders raus ging.

Die Flugzeit nach Fuerteventura beträgt knapp 20 Minuten. Service gibt es keinen. Zu meiner Erleichterung ist der Sitzabstand normal. Schon komisch, wenn man vor 1,5 Wochen dort seinen Urlaub begonnen hat und nun wieder dort landet. Am liebsten wäre mir eine Zeitschleife gewesen, also Urlaub von vorne.

Nur leider müssen wir an Bord bleiben. Aus der Vergangenheit kenne ich es so, dass es Transferbordkarten gibt. Bei Jetairfly bleiben aber auch hier die Transferpassagiere an Bord. Spart man sich die Reinigung der Kabine. Was ich allerdings nicht kenne ist, dass nicht kontrolliert wird, ob das Handgepäck an Bord wirklich nur Weiterflugpassagieren gehört. Abgesehen von Wideroe wurde das bisher im Transit immer kontrolliert. Ich nehme brav meinen Mittelplatz in der fensterlosen Reihe ein. Ob wegen Trim oder Boshaftigkeit von JAF wurden die Plätze so vergeben, dass vorne und hinten alles eng belegt war und in der Mitte mehrere Reihen komplett frei waren. Bis zur Verteilung des bestellten Essens wurde auch streng verboten, sich umzusetzen.

Pünktlich verlassen wir Fuerteventura in Richtung Brüssel. Wegen extremer Winde unterwegs sollte die Flugzeit nur 3,5 Stunden betragen und wir mehr als pünktlich landen. Kurz nach dem Start bekommen wir dann unser 9 Euro essen. Es sieht fast so aus, als wenn fast jeder diesen Service nutzt oder integrieren belgische Reiseveranstalter die Verpflegung bei Pauschalreisen? Menge und Geschmack sind soweit für die Flugzeit ok. Getränke werden sehr geizig eingeschenkt, aber man kann etwas nachbekommen, solange etwas da ist. Kaffee und Tee wird später ausgeschenkt und wer schnell genug trinkt, kann da auf etliche Tassen kommen.

Bordunterhaltung gibt es jetzt nicht wirklich. Es werden nur ein paar Comics gezeigt. Und nach dem Start hätte man eine Zeitung kaufen können, das könnte man in Deutschland ja auch noch einführen. Der Flug ist schnell vorbei. Beim Anflug auf Brüssel kann man durch den vorhandenen Fensterspalt immerhin kurz das Atomium sehen, dann setzen wir auch in Zaventem auf. Wenn Jetairfly von Deutschland fliegen würde, würde ich sie wieder wählen. Mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis war ich zufrieden. Ich wusste vorher, dass es Bord nichts gibt und hab mir also etwas dazu gebucht. Das ist ja ok und keine Verarsche a la Condor, wo man mitten im Flugplan den Service reduziert.

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Der anstrengende Teil des Urlaubs beginnt erst jetzt. Wir hatten schon im Wetterbericht gelesen, dass in Belgien 37° Celsius herrschen, also mal eben 10 Grad mehr als auf den Kanaren. Beim Verlassen des Flugzeugs in den Finger hat man fast das Gefühl in die Sauna zu gehen. Das Terminal ist zum Glück klimatisiert. Sonst wäre der ewiglange Weg zur Gepäckausgabe auch schon schweißtreibend gewesen. Da man lange unterwegs ist, muss man wenigstens nicht mehr lange auf das Gepäck warten.

Diese Nacht würden wir in Brüssel verbringen. In die Stadt kann man entweder mit dem Zug oder dem Bus fahren. Für den Zug wird ein Zuschlag von 6 Euro fällig, womit man den Ausbau einer anderen Bahnstrecke finanziert. Die Fahrkarte würde sonst keine 3 Euro kosten. Nun zahlt man fast 9 Euro. Wir nehmen also den Bus. Der braucht deutlich länger und macht bei den Temperaturen auch nicht viel Spaß. Dann müssen wir noch einmal mit der Metro umsteigen, bis wir beim Bed&Breakfast Louise sind.

Wir sind fix und fertig von der Hitze. Dabei sind wir gerade erst 2 Stunden so halb aus dem Urlaub zurück. Im B&B ist niemand mehr und man hatte mir vorher schon den Türcode geschickt. Zum Glück sowohl per SMS als Email. Die Mail finde ich erst Tage später im Spamordner, obwohl es via booking.com verschickt wurde. Zimmer 3 liegt natürlich auch noch unter dem Dach, kein Fahrstuhl aber eine dicke Federbettdecke. Immerhin gibt es zwei Dachfenster und ein Fenster im Badezimmer, damit die Luft ein wenig durch ziehen kann. Ansonsten macht die Unterkunft aber einen ganz ordentlichen Eindruck, abgesehen davon, dass der Aufenthalt nachträglich als No-show deklariert wurde. Vielleicht sollte nächstes Mal das Bett aber auch danach aussehen, dass es benutzt wurde. Bei der Hitze konnte man aber bequem einfach nur drauf liegen. Erstmal machen wir nix und strecke alle Viere von uns.

Wir warten, dass die Sonne langsam untergeht bevor wir uns wieder auf die Straße trauen. Der Hunger treibt uns an. Fritten soll es geben, was auch sonst in Belgien. Miesmuscheln müssen es bei den Temperaturen auch nicht sein. Sightseeing für Brüssel ist mehr oder weniger gestrichen. Wir schauen uns das an, was auf dem Weg zu den Fritten zu sehen ist.

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Manneken Pis gehört allerdings schon dazu. Der Grand Place ist leider von ein paar Tribünen umgeben. In der Altstadt finden wir dann eine Friture, die uns zusagt. Die Pommes sind echt lecker und selbst die große Portion ist zu wenig. Wahrscheinlich schmecken die Fritten in Belgien so gut, weil sie nicht vegetarisch sind. Satt geht es dann langsam wieder zurück.

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Die Temperatur ist im Dunkeln nun langsam erträglich. Nachts schlafen wir aber doch überraschend gut. Und am nächsten Tag geht es weiter nach Lüttich, davon ist hier >>klick<< im letzten Teil zu lesen.

Bilder von Brüssel gibt es hier >>klick<<.