Nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir: Zum Ende dieses bescheidenen Flugjahres, ganze 10 Flüge absolvierte ich, ging es mit der Lufthansa auf die kurzen Hüpfer Hamburg - Düsseldorf bzw. Köln/Bonn - Hamburg. Dank starken Rückenwind wurde der Hinflug in 30 Min. und der Rückflug in 40 Min. absolviert. Mehr als ein Jahr nach Einführung der NEK (Neue Europa Kabine) durfte auch ich endlich mal die neue Bestuhlung testen. Es sieht ganz nett aus, bequem ist es aber nicht wirklich. Die Rückenlehne drückt und die Sitzfläche ist auch recht hart. Bei der kurzen Flugzeit aber ja kein Problem. Wer mit der NEK aber 4 Stunden unterwegs sein darf, der wird seine Freude daran haben. Immerhin ist der Sitzabstand deutlich mehr geworden. Den neuen Domestikservice der Lufthansa durfte ich ja schon Anfang des Jahres 2011 testen, mit der Toblerone, die es auf diesen beiden Flügen gab, war ich zufrieden.
Ein weiteres kleines Highlight des Jahres 2011 war der "letzte" Flug der Lufthansa Italia Ende Oktober auf der Strecke Neapel - Mailand. Auch wenn dieser Flug "offiziell" durch Verspätung nur als letzter Flug von vier Flügen gestartet und als erster dieser vier Flüge gelandet ist, war es schon etwas besonderes. Vorallem, weil die Reisegruppe, die extra wegen diesem Abschied auf diesem Flug war, rund 60 Leute zählte und wir sehr viel Spaß hatten. Ebenso war nicht zu verachten, dass in Neapel ein paar Stunden die Möglichkeit bestand, sich von warmen Sonnenstrahlen bescheinen zu lassen. Herrlich und gut für die Seele.
Der größte Teil 2011 war allerdings von gesundheitlichen Sorgen geprägt, die dazu führten, dass ich nicht in der Lage war auf Reisen zu gehen. In solchen Momenten war ich froh, dass ich bereits so viel von der Welt gesehen habe und bisher eher nach dem Motto lebte "Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum". Es wird einem bewusst, wie selbstverständlich sovieles einfach ist, ich hab schnell gelernt mich auch an kleineren Dingen wieder zu erfreuen.
Etwas positives hat die Wenigfliegerei in 2011, fliegen war für mich nicht mehr so selbstverständlich wie die Jahre zuvor, empfand ich damals einen Flug schon wie die Zugfahrt zum Flughafen, war es dieses Jahr wieder etwas besonderes. Ich freute mich wieder wie ein kleines Kind auf die oben genannten Flüge und ich hatte tatsächlich etwas Gänsehaut als die Lufthansa Boeing 737 über die Piste schoß, ich in den Sitz gedrückt wurde und die Maschine dann in den klaren Nachthimmel über Hamburg abhob. Dieses Gefühl hatte ich inzwischen sehr vermisst. Ich hoffe, dass es noch eine Weile wieder anhält.
Auch 2012 wird wohl wieder nicht "das" Reisejahr werden, ich hoffe zumindest, dass meine Gesundheit mal wieder einen Langstreckenflug zulässt. Auch sonstige im Privatleben anstehende Veränderungen, machen die Reiseplanung nicht gerade einfacher. Aber Herausforderungen sind dafür da, um gemeistert zu werden.
Happy Landings!
| < Zurück | Weiter > |
|---|



